Ausbildung, Förderung, Weiterbildung

Kurz & Knapp

In hochtechnologischen Industrien wie der Luftfahrtbranche ist die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften überdurchschnittlich hoch. Gemeinsam mit staatlichen wie privaten Forschungs- und Bildungseinrichtungen fördern die Unternehmen der Luftfahrtindustrie die Ausbildung und Qualifizierung des Nachwuchses und der eigenen Belegschaft.

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Über den Tellerand

Die Private Fachhochschule Göttingen (PFH) machte Stade mit der Einrichtung der ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge Verbundwerkstoffe / Composites im Jahr 2006 zur jüngsten Universitätsstadt Niedersachsens.

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Fachkräftebedarf und -qualifizierung in Norddeutschland

Die Verfügbarkeit von qualifizierten Arbeitskräften und Auszubildenden ist eine zentrale Voraussetzung für die positive Weiterentwicklung der Luftfahrtindustrie in Norddeutschland, für FuE-Aktivitäten und die Adaption von Innovationen. In der Branche ist der Bedarf an Arbeitskräften mit Hoch- und Fachhochschulabschluss dabei deutlich höher als in der Gesamtwirtschaft. Personen mit Berufsausbildung haben in dieser Industrie wie in der Gesamtwirtschaft den höchsten Anteil. Ein Schwerpunkt der Luftfahrtindustrie in Norddeutschland ist der Bereich „Kabinenausstattung“, der spezifische Qualifikationen der Mitarbeiter erfordert. Da speziell ausgebildetes Personal hierfür am Markt kaum vorhanden ist, investieren die Unternehmen in die Nachqualifizierung von Mitarbeitern. Ein Beispiel ist die Weiterbildung zum Cabin Specialist an der Technischen Fachschule Heinze in Hamburg. Voraussetzung ist eine Facharbeiterausbildung, beispielsweise zum Tischler oder Lackierer.

Die Unternehmen der Luftfahrtindustrie konkurrieren mit anderen Branchen um Fachkräfte. Dieser Wettbewerb wird dadurch forciert, dass die Beschäftigung von Fachkräften mit Ausbildung und akademischem Abschluss seit 2000 in Norddeutschland kontinuierlich zugenommen hat. Im Jahr 2011 waren in Norddeutschland rund 16 % mehr Ingenieure des Maschinen- und Fahrzeugbaus sowie 52 % mehr Flugzeugmechaniker beschäftigt als im Jahr 2000. Dies ist unter anderem auf die deutliche Ausweitung der Produktion bei Airbus als größtem norddeutschen Arbeitgeber in der Luftfahrt zurückzuführen. Auch die Beschäftigung von Technikern sowie Maschinen- und Fahrzeugbauingenieuren befindet sich in Norddeutschland insgesamt auf Wachstumskurs.

Quelle: HWWI 2012